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Biographie

Im September 1994 fanden sich drei pubertierende Metalfans in einem Gütersloher Kellerraum zusammen, um ihre Lieblingssongs von Metallica, Megadeth und Sepultura nachzuspielen. Obgleich dieses Unterfangen aufgrund miserabler musikalischer Fähigkeiten von Misserfolg gekrönt war, ließen sich Sebastian "Ossi" Oswald (g), Christian Blaue (d) und Thomas Rabenda (g) nicht entmutigen und probten dreimal pro Woche - sehr zum Leidwesen der in Mitleidenschaft gezogenen Nachbarschaft.
Doch damit nicht genug. Die Band litt an chronischem Bassistenmangel, dem erst 1997 mit dem Einstieg Stefan Beldas Abhilfe geschaffen werden konnte. Etwa zur gleichen Zeit fanden Led Astray ihren ersten hauptamtlichen Sänger, Sebastian "Sepp" Schwalbe.

Led Astray 1998
Led Astray 1998

In dieser Besetzung wurde 1998/99 das erste Demo in Eigenregie aufgenommen. Ganz entsprechend der Aufnahmebedingungen wurde das gute Stück "Cellar Sessions Demo" getauft. Es enthielt ein ziemlich albernes Intro und zehn Songs, die Zeugnis davon ablegten, dass Led Astray inzwischen gelernt hatten zu spielen. Musikalisch bewegte man sich zwischen Heavy, Thrash, Neo-Thrash und Death Metal. Ausgeprägte Melodik, ein Akustik-Instrumental sowie ein Latin-inspiriertes Outro verliehen dem ganzen einen verspielten Anstrich.

Da Stefan jedoch recht bald das Interesse an der Bassgitarre verlor und sich die individuellen Geschmäcker stark voneinander entfernt hatten, verließen 1999 alle bis auf Ossi und Christian die Band. Thomas und Sepp gründeten daraufhin die Crossover-Band Plusmatic.

Led Astray 2003
Led Astray 2003

Unverdrossen spielten Ossi und Christian als Duo weiter. Die Songs wurden immer vertrackter, durchsetzt mit progressiven Elementen. Die Produktivität war höher denn je, doch ohne eine weitere Gitarre, Bass und Gesang machte das ganze keinen rechten Spaß.

Nach über einem Jahr, das Led Astray als Duo zugebracht hatten, stießen Anfang 2001 Dominik Madecki (g) und Stephan "Charly" Anlauf (b) zur Band und verliehen dem Sound die langentbehrte solide Basis. Die progressiven Spielereien wurden zugunsten eines treibenden Grooves zurückgestellt. Im selben Jahr stieg Andreas "Zulu" Litschel von Reptyle am Mikro ein, doch schon bald stellte sich heraus, dass Andreas trotz hervorragender Sangesqualitäten stilistisch nicht zu Led Astray passte, da er eher dem Gothic Rock verhaftet war.

Folglich ging die Sängersuche weiter. Da Led Astray seit dem Einstieg Charlys und Dominiks wieder um einiges härter geworden waren, suchte sich Ossi eine Möglichkeit, seiner Neigung zu verspieltem, technisch versiertem Pop nachzukommen, indem er bei der Delbrücker Formation Lodger an der Leadgitarre einstieg. Dadurch verlor Led Astray für ihn jedoch keinesfalls an Bedeutung.

Der Zeitraum von September 2002 bis Juni 2003 bedeutete eine Zwangspause für Led Astray, da Christian studienbedingt nach Irland ziehen musste. Doch bevor es auf die Grüne Insel ging, spielte er noch die Schlagzeugspuren für den Soundtrack der Bielefelder Hörspielproduktion "Einbruch der Nacht" von Pandoras Play ein, so dass die Jungs an den Saiteninstrumenten während seiner Abwesenheit genug zu tun hatten. Im Frühjahr 2003 war der Soundtrack fertig. Herausgekommen ist eine für Led Astray untypische Mischung aus 70er-Funk und Rock. Das Hörspiel ist seit Januar 2004 auf dem Markt.

2004 übernahm Ossi aus einer Laune heraus den Gesang. In dieser Besetzung wurde im selben Jahr das zweite, unbetitelte Demo aufgenommen. Im September 2005 ist Christian zusätzlich als Drummer bei fluid enc. verpflichtet worden. Nach deren Auflösung spielte er bei der Rockband Gritspit (ehem. The Structure).

2007 erschien das dritte, ebenfalls unbetitelte, Demo mit vier Tracks.

2013 gründete Christian zusammen mit Thomas Rabenda sowie Teilen von fluid enc. und After One Summer die Rockband GraustufeRot.

Derzeit liegt Led Astray auf Eis.